Man muss zugeben, die Kulissen sind atemberaubend. Von dem opulenten Schlafzimmer bis zum sonnendurchfluteten Salon – jede Einstellung in Zwei Körper, eine Lust wirkt wie ein Gemälde. Das Lichtspiel am Pool unterstreicht die emotionale Kälte zwischen den Männern.
Als der Mann nur mit dem Handtuch dasteht und die Frau ihn ansieht, wusste ich sofort: Hier knistert es gewaltig. Zwei Körper, eine Lust spielt gekonnt mit der Anziehungskraft, ohne sofort alles preiszugeben. Ein Meisterwerk der Andeutung.
Der Übergang von der nächtlichen Konfrontation zum hellen Tagesgespräch ist brilliant inszeniert. Man spürt förmlich, wie die Stimmung kippt. In Zwei Körper, eine Lust wird nicht nur geredet, sondern gefühlt – und das sehr intensiv.
Es gibt Szenen, da braucht es keinen Dialog. Der Blick des Mannes im Bademantel, als die Frau den Raum verlässt, ist pure Verzweiflung. Zwei Körper, eine Lust versteht es, Stille laut wirken zu lassen. Gänsehaut garantiert.
Neben der Story überzeugt auch das Styling. Der Seidenpyjama, der maßgeschneiderte Anzug – jedes Detail in Zwei Körper, eine Lust unterstreicht den Reichtum und die Oberflächlichkeit der Charaktere. Ein Fest für die Augen.