Obwohl sie wenig spricht, ist die Präsenz der Kaiserin mit dem prächtigen Kopfschmuck unübersehbar. Sie beobachtet alles genau, und man fragt sich, welche Rolle sie wirklich spielt. In Die Falsche und die Richtige sind solche subtilen Machtspiele besonders gut umgesetzt. Ihre Kleidung und Haltung vermitteln Würde und Geheimnis zugleich.
Der kleine Prinz steht ruhig neben der Kaiserin, doch seine Augen verraten, dass er mehr versteht, als man ihm zutraut. Diese Szene in Die Falsche und die Richtige zeigt, wie auch Kinder in politische Spiele hineingezogen werden. Seine traditionelle Kleidung und der goldene Halsschmuck unterstreichen seinen hohen Status trotz seines jungen Alters.
Der Mann, der auf dem Boden kriecht, verkörpert die Demütigung, die im Palast alltäglich sein kann. Seine verzweifelten Gesten zeigen, wie schnell man fallen kann. In Die Falsche und die Richtige wird diese Härte des Hoflebens sehr realistisch dargestellt. Es ist eine Mahnung an alle, die Macht zu nahe kommen.
Jedes Detail der Gewänder, von den Stickereien bis zu den Juwelen, erzählt eine eigene Geschichte. Besonders die rote Robe der älteren Dame mit weißem Haar sticht hervor. In Die Falsche und die Richtige wird großer Wert auf historische Authentizität gelegt. Diese visuelle Pracht macht das Anschauen zu einem echten Fest für die Augen.
Die Kamera fängt viele bedeutungsvolle Blicke ein, besonders zwischen dem Kaiser und dem General. Diese nonverbale Kommunikation baut eine enorme Spannung auf. In Die Falsche und die Richtige versteht man oft erst durch diese Details die wahren Absichten der Charaktere. Ein Meisterwerk der Regie.