Die alte Dame mit dem blauen Auge ist meine neue Heldin! In Kleine Kung-Fu-Meister zeigt sie, dass man Alter nicht mit Schwäche verwechseln sollte. Ihre Reaktion auf den Angriff und die anschließende Konterattacke mit dem goldenen Drachen war episch. Man spürt die Wut und die Entschlossenheit in jeder ihrer Bewegungen.
Die computergenerierten Effekte in Kleine Kung-Fu-Meister sind für eine Kurzproduktion erstaunlich gut. Der leuchtende rote Energieball des Gegners und der goldene Skelett-Drachen der Großmutter sehen fantastisch aus. Besonders die Kollision der beiden Energien am Ende war visuell beeindruckend und hat die Spannung perfekt eingefangen.
Die Atmosphäre in Kleine Kung-Fu-Meister ist von Anfang an geladen. Der arrogante Typ im roten Jackett, der auf dem Stuhl sitzt, wirkt wie der ultimative Bösewicht. Die Drohung, jemanden in die Schlangengrube zu werfen, erhöht den Einsatz. Man fiegt regelrecht mit, ob die kleine Familie den Kampf gewinnen kann.
Es ist interessant zu sehen, wie der kleine Mönch in Kleine Kung-Fu-Meister seiner Großmutter Anweisungen gibt. Diese Umkehrung der Rollen, wo das Kind den Erwachsenen führt, ist charmant. Seine Erklärung, dass die Bücher in der Schatzkammer zu viel sind, zeigt sein tiefes Verständnis für die Materie.
Der Antagonist in Kleine Kung-Fu-Meister ist wirklich unsympathisch. Nicht nur, dass er den Kampf beginnt, er bedroht auch noch mit der Schlangengrube. Sein Lachen und seine herablassende Art machen es umso befriedigender, wenn er am Ende durch die Luft geschleudert wird. Gerechtigkeit muss sein!