Ich liebe es, wie diese Serie ernste historische Schauplätze mit moderner Komödie mischt. Der Moment, in dem der Mann völlig überrumpelt wird, während seine Freunde nur staunen, ist Gold wert. In Stiefmama mit Krone wird gezeigt, dass man auch in traditioneller Kleidung herrlich albern sein kann. Die Mimik des Darstellers ist einfach unschlagbar komisch.
Die Kostüme und das Szenenbild sind atemberaubend. Besonders die Farben der Gewänder der Damen stechen hervor und schaffen eine warme Atmosphäre trotz der nächtlichen Szene. Wenn die beiden Frauen am Ende das Gebäude verlassen, wirkt das Bild wie ein Gemälde. Stiefmama mit Krone beweist, dass auch kleine Produktionen ästhetisch überzeugen können.
Man unterschätze niemals die Intelligenz der weiblichen Hauptfigur. Sie spielt mit den Erwartungen der Männer und dreht den Spieß um. Der Kuss war der Höhepunkt ihrer Strategie, um aus der unangenehmen Situation zu entkommen. In Stiefmama mit Krone wird klar, dass sie immer einen Schritt voraus ist. Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel.
Nicht nur das Hauptpaar ist interessant, auch die Nebenfiguren liefern ab. Die Gesichter der Männer am Nebentisch, als der Kuss passiert, sind unbezahlbar. Sie wirken wie das Publikum im Theater. Diese Details machen Stiefmama mit Krone so lebendig. Man fühlt sich direkt als Teil der Gruppe im Restaurant.
Der Übergang von der konfrontativen Stimmung zur fast zärtlichen Umarmung ist meisterhaft inszeniert. Erst wirkt es wie ein Kampf, dann wird es intim. Die Chemie zwischen den Darstellern ist spürbar. In Stiefmama mit Krone weiß man nie genau, ob sie sich hassen oder lieben, und genau das macht es so spannend.