Die Spannung zwischen den Charakteren in Verbotene Begierde ist kaum auszuhalten – besonders beim Abendessen, wo jeder Bissen wie ein gestochener Satz wirkt. Der Mann im burgunderroten Jackett spielt mit seinem Wein, als wäre es ein Schachzug, während der andere ihn beobachtet, als würde er auf den nächsten Fehler warten. Die Szene im Restaurant fühlt sich an wie ein psychologisches Duell, verpackt in Kerzenlicht und Früchtekaraffen. Man will nicht wegsehen, auch wenn man weiß, dass gleich etwas explodiert.