Die emotionale Wucht in Nicht Blut, sondern Herz ist kaum auszuhalten. Wenn die Dame in Weiß den Brief liest und zusammenbricht, spürt man jeden Herzschlag. Der Kontrast zwischen ihrer Fassung und dem plötzlichen Blutsturz ist meisterhaft inszeniert. Besonders die Szene, in der der junge Mann sie auffängt, zeigt tiefe Verbundenheit. Die Rückblenden zur schreibenden Frau fügen dem Ganzen eine melancholische Ebene hinzu. Man fragt sich: Was steht in diesem Brief? Und warum reagiert sie so extrem? Die Darstellung ist so echt, dass man selbst im Krankenhausflur Gänsehaut bekommt. Ein Drama, das unter die Haut geht.