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Auserwählte Folge 9

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Auserwählte

Jonas Weber hat keine Söhne. Um sein Erbe zu sichern, soll seine älteste Tochter Maja Weber einen ebenbürtigen Mann heiraten. Vier Kandidaten: Herzog Paul Drexler, Markgraf Felix Eberhardt, Graf Nico Kessler und Prinz Daniel Krug. Beim Ball stirbt Maja, bevor sie den ersten Tanz wählen kann. Sie erwacht wieder – zehn Versuche, den Mörder unter den vieren zu finden. Doch ihr erneuter Auftritt auf dem Ball endet wieder mit ihrem Tod.
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Kritik zur Episode

Tränen im Mondlicht

Der Moment, in dem der junge Mann am Baum lehnt und weint, geht direkt ins Herz. Die Detailgenauigkeit der Tränen und der schmerzerfüllte Ausdruck sind so intensiv, dass man mitfühlen muss. In Auserwählte wird dieser emotionale Höhepunkt perfekt eingefangen. Es ist selten, dass eine Serie es schafft, solche tiefe Traurigkeit so authentisch zu vermitteln. Die nächtliche Waldkulisse unterstreicht die Einsamkeit des Charakters wunderbar.

Waffenbereit im Garten

Die Einstellung, in der beide Männer gleichzeitig ihre Pistolen ziehen, ist ein absoluter Gänsehautmoment. Die Synchronität der Bewegung und die entschlossenen Blicke zeigen, dass hier kein Zurück mehr gibt. Auserwählte nutzt diese Szene, um die Eskalation des Konflikts visuell perfekt umzusetzen. Die Nahaufnahmen der Hände an den Holstern sind ein kleines Detail, das große Wirkung erzielt. Spannung pur!

Der Butler als Warner

Der ältere Herr, der panisch zur Prinzessin läuft und dann auf die Lichter zeigt, bringt eine neue Dynamik in die Geschichte. Seine Angst ist ansteckend und wirft sofort die Frage auf: Was kommt da auf sie zu? In Auserwählte wird dieser Charakter oft unterschätzt, aber hier zeigt er wahre Größe. Die Mischung aus Sorge und Dringlichkeit in seinem Gesichtsausdruck ist hervorragend gespielt. Ein Wendepunkt, der neugierig macht.

Peitsche gegen Revolver

Der Kontrast zwischen dem Mann mit der Peitsche und dem mit der Pistole ist stilistisch brillant gewählt. Es symbolisiert den Kampf zwischen alter Tradition und moderner Gewalt. In Auserwählte wird dieser Dualismus durch die Kostüme und Waffenwahl noch verstärkt. Die dynamische Pose des Peitschen-Schwingers vor dem Herrenhaus ist ein echtes Highlight. Man fragt sich sofort, wer in diesem Duell die Oberhand gewinnen wird.

Blickwechsel der Macht

Die Sequenz, in der die Prinzessin ihren Blick von dem verzweifelten Butler zum Himmel hebt, ist voller Bedeutung. Es wirkt, als würde sie eine höhere Entscheidung treffen oder auf ein Zeichen warten. Auserwählte nutzt solche stillen Momente, um die innere Stärke der Hauptfigur zu zeigen. Die Kameraführung, die langsam nach oben schwenkt, unterstützt dieses Gefühl der Erhabenheit. Ein sehr künstlerischer Ansatz in einer sonst actiongeladenen Serie.

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